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Ein Haus voller Geschichte(n)

Blog Beitrag von Thomas Enichlmayr vom 25.6.20

Außenansicht Museum der Stadt Bad Ischl


Die Geschichte des Hauses
Das ehemalige Salzfertigerhaus an der Esplanade beherbergt heute das Museum der Stadt Bad Ischl. 1834 bezogen Erzherzog Franz-Carl und seine Gemahlin Erzherzogin Sophie das erste Stockwerk des Hauses. Im August 1853 verlobten sich hier Kaiser Franz Joseph und Elisabeth in Bayern. Von 1878 bis 1982 wurde das Haus als Hotel Austria weitergeführt. Am 11. März 1989 fand die Eröffnung des Museums der Stadt Bad Ischl statt. Der große Schriftzug an der Hauswand erinnert noch heute daran, dass das Gebäude früher ein Hotel war.
 

Schriftzug „Hotel Austria“ an der Hauswand


Die Geschichten des Hauses
Der linke Teil im Erdgeschoss des Museums beschäftigt sich mit der Geschichte der Salzgewinnung und –verschiffung des Ortes. Über die Traun wurde das Salz bis nach Gmunden transportiert und von dort wurden die Schiffe mit der Hilfe von Pferden wieder stromaufwärts gezogen. 1563 begann man mit dem Abbau von Salz in Bad Ischl und der erste Stollen in Perneck wurde eröffnet. Ein paar Jahre später wurde das erste Sudhaus errichtet.
 

Traunreiter ziehen das Salzschiff wieder stromaufwärts

Nachbildung des Kolowrat-Salzsudwerkes


Im rechten Teil des Erdgeschosses finden mehrmals im Jahr Sonderausstellungen statt. Die nächste startet am 1. Juli mit dem Thema „Des Kaisers Reiterei“. In den vergangenen Jahren gab es hier auch Ausstellungen unter anderem zur Salzkammergut Lokalbahn, zu Franz Lehár und Hans Sarsteiner (zu ihm später noch mehr).
 

Sonderausstellung "Des Kaisers Reiterei"


Im ersten Stock erfahren Sie unter anderem wie das Salz mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts auch für die Gesundheit interessant und für den Ort im Herzen des Salzkammergutes bis heute wichtig wurde. Den größten Anteil an dem Aufstieg zur Kurstadt hatte Dr. Franz Wirer.
 

Austellungsbereich zu Dr. Franz Wirer


Der zweite und dritte Stock beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt, dem Leben der Ischler und dem Brauchtum das bis heute gepflegt wird. Das Anfertigen von Glöcklerkappen, das Schnitzen von Krippen und die unzähligen Vereine (Musikkapellen, Faschingsverein, Goldhauben,…) haben eine lange Tradition in Bad Ischl.
 

Glöcklerkappe und das Faschings-Prinzenpaar 

Nachbildung einer Bergmann-Stube


Ebenfalls hier finden Sie die Ausstellungstücke der Sarsteiner Sammlung. Dies sind Exponate des weiter oben bereits erwähnten Hoteliers Hans Sarsteiner welche dieser von seinen unzähligen Reisen mitgebracht hat. Die nachfolgende Weltkarte zeigt welche Orte Hans Sarsteiner mit seiner Frau bereist hat.
 

Weltkarte mit Reisezielen von Hans Sarsteiner


Wer mehr über seinen Heimat- bzw. Urlaubsort erfahren möchte, sollte dem Museum auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Das Museum ist an fünf Tagen der Woche geöffnet. Mittwoch von 14.00 bis 19.00 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr. Preis pro Person 5,50 Euro (Sonderausstellung 3,10 Euro pro Person).

Danke fürs Lesen,
Thomas Enichlmayr