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Die beste Apotheke ist die Natur

Blog Beitrag von Stefanie Elisabeth Auffanger vom 12.6.2019

Liebe geschätzte LeserInnen, folgende Übersicht finden Sie auf der Rückseite meines dritten amüsanten Salzkammergutkrimis „Hirschtränen“.

Seit Menschengedenken finden in der alpenländischen Volksheilkunde vielerlei Bestandteile von heimischen Wildtieren Anwendung. Unter anderem auch HIRSCHTRÄNEN. Darunter versteht man das Augensekret des Hirsches, das sich in der Augengrube des Wildtieres sammelt. HIRSCHTRÄNEN sehen wie rote Wachsklümpchen aus und sind von Härchen verklebt. In getrockneter und pulverisierter Form sollen sie eine schweißtreibende Wirkung besitzen – und aufgrund dieser Wirkung – den Körper von Schwachheiten befreien.

Godl Gaisberger lebt in Bad Ischl und gilt als eine Art alpenländischer Medizinmann. Er verkauft auf den Wochenmärkten im Salzkammergut HIRSCHTRÄNEN sowie andere Tierarzneien und Pflanzenpräparate. Das Erscheinungsbild von Godl Gaisberger erinnert an einen Neandertaler, der sich
aus unerfindlichen Gründen in das einundzwanzigste Jahrhundert verirrt hat.

Als aus dem Mondsee eine Wasserleiche gefischt wird, gerät Godl Gaisberger ins Visier der Kriminalinspektorin Marina Pascale. Die resolute Ermittlerin bringt das Leben des Marktfahrers gehörig durcheinander, da er mit dem Opfer in Kontakt gestanden hat ...


Das Thema der alpenländischen Tiermedizin übte beim Schreiben des Kriminalromans große Faszination auf mich aus. Schließlich handelt es sich um uraltes überliefertes heute weitgehend ungenütztes Heilwissen. Um mehr über Tierarzneien zu erfahren, besuchte ich Jäger, Bergbauern und SennerInnen. Dabei geriet ich oft ins Staunen!

Ich hörte zum Beispiel von einer Sennerin auf der Postalm, dass Magensteine (BEZOARSTEINE) von Wildtieren in Pulverform Kräuterschnäpsen zugefügt werden und gut gegen Steinleiden, Lungenleiden und Gelbsucht helfen. Sie stärken auch die Lebenskraft des Menschen. Im Salzkammergut waren in früheren Tagen Magensteine von Hirsch, Gams und Reh äußerst beliebt.  Apropos Reh: Das Foto zeigt den Rehbock Fridolin bei unserem Haus unter der Eibe bei seiner Mittagsruhe.

Rehbock Fridolin

Mein Maskottchen heißt FUXI und ist ein ausgestopfter Jungfuchs. Als Tierliebhaberin bedauere ich seinen frühen Tod, ein lieber Freund brachte FUXI überraschend als Geschenk ins Haus. Ein Jäger aus Gosau erzählte, Fuchsöl hilft gegen Ohrenschmerzen, Fuchsschmalz mit Lärchenharz gemischt, bekämpft als Einreibung hartnäckigen Husten. Eine in Wein eingelegte gedörrte Fuchszunge zieht Dornen und Holzsplitter heraus, so der Jäger.

Stefanie Auffanger und Fuxi

Das Murmeltier wurde früher von den Salzkammergütlern als „Universalmedizin“ genutzt und Murmeltiersalbe erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. Das Murmeltierfett enthält natürliches Kortison, das Gelenkschmerzen lindert und die Beweglichkeit erhöht. Und es existieren noch viele weitere wertvollen Tierarzneien im Salzkammergut, vom Hasen, Dachs, Marder, Schaf, Rind und Ziege, vom Haushuhn, der Honigbiene und wir wollen den Blutegel nicht vergessen, welcher der Gesundheit gute Dienste leistet.

Der Schutz unserer artenreichen Tierwelt im Salzkammergut sollte uns allen ein großes Anliegen sein. Sie bereichert uns Menschen und ist somit EIN EINDEUTIGER GLÜCKSFALL ...

Herzlichst
Stefanie Elisabeth Auffanger
www.stefanieauffanger.com

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