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Der Hirsch des Kaisers

Blog Beitrag von Johannes Eberl vom 7.8.2019

Kaiser Jagdstandbild in Kaltenbach

An der Engleithenstraße zwischen Bad Ischl und Lauffen steht das „Kaiser Jagdstandbild“. Es wurde 1910 von der Jägerschaft Österreichs dem „obersten Jagdherren“ Kaiser Franz Joseph gewidmet, wie die Inschrift auf der Tafel vor dem Denkmal berichtet.

Gedenktafel am Jagdstandbild

Die feierliche Enthüllung fand allerdings nicht am 18. August statt, weil Ischl wegen des 80. Geburtstages des Monarchen an dem Tag total ausgebucht war. Man einigte sich auf den 24. August 1910. Etwa 3000 Jäger und 2000 Mann Vereinsabordnungen waren zu dem Fest erschienen, das der alte Herr trotz einsetzenden Regens bis zum Schluss durchhielt.

Fotografie der Einweihung

Nun zum Jagdstandbild: Zu Füßen des Kaisers liegt ein kapitaler Hirsch. Er wurde so wie das gesamte Denkmal vom Bildhauer Georg Leisek als Bronzeguss angefertigt. Damit das erlegte Tier der Wirklichkeit ziemlich nahe käme, wurde im kaiserlichen Jagdrevier in Radmer (Steiermark, Nähe Hieflau) eigens für diesen Zweck ein Hirsch erlegt und davon ein Gipsabdruck angefertigt.

Bronzeabguss des Hirsches

Nach diesem Vorbild wurde die Bronzefigur gestaltet. Das Foto zeigt das Jagdhaus der Habsburger in Radmer. Dort können die Besucher des alten Bergbauortes auch eine „Habsburgmeile“ gehen.

Jagdhaus in Radmer

Wer mehr über das Kaiser Jagdstandbild erfahren will, findet einen Artikel von Dr. Michael Kurz in den „Mitteilungen Nr. 29“ des Ischler Heimatvereins (erhältlich im „Erinnerungsschatz“, Esplanade 11 in Bad Ischl, jeden Donnerstag von 9 – 12).
Kurz schreibt darin: „Der Kaiser, die Jagd und Ischl waren praktisch eins.“
Schon im Alter von 13 Jahren unternahm Erzherzog Franz Josef seine erste Gämsenjagd im Gebiet der Hohen Schrott.
Jeden Sommer, den der Kaiser in Ischl weilte, nützte er ausgiebig für die Jagd. Einladungen dazu waren sehr begehrt.

Allerhöchste Einladung zur Jagd

Zahlreiche Geschichten ranken sich um die Jagden des Kaisers, die noch heute in Ischl erzählt werden. Wie verklärt diese Veranstaltungen gesehen werden, zeigt eine nette Ansichtskarte aus der Zeit.

Jagdgesellschaft am Gosausee

Seinen letzten Hirsch erlegte der greise Monarch am 13. August 1913 im Mitterweißenbachtal. Eine ziemlich verborgene Gedenktafel in der Nähe der Mündung des Höllbachs in den (Mitter-)Weißenbach erinnert daran.

Erinnerungstafel im Weißenbachtal
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