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K.u.K Hoftheater - Lehartheater

Auf einem Grundstück das Dr. Franz Wirer zur Verfügung stellte wurde ab 1826 der Bau mit dem Kurtheater begonnen und am 28. April 1827 fand mit einer "festlichen Dilletantenaufführung von Kotzebues, der blinde Gärtner" die feierliche Eröffnung statt. 1865 wurde das Theater erweitert und es fanden etwa 400 Leute bei den Aufführungen statt.

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Das Ischler Theater zählte in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts zu einem bemerkenswertes Juwel in der österreichischen Theaterlandschaft. In den Jahren von 1827 bis 1947 gab es in den Sommermonaten regelmäßige Theater- und Operettenaufführungen. Das Theater bot ein ausgewogenes, geradezu großstädtisches Repertoire: Der Bogen spannte sich in Schauspiel, Oper und Operette von Werken Ferdinand Raimunds und Bauernfeld zu Grillparzers "Sappho" und Anzengrubers "Pfarrer von Kirchfeld", der Premiere von Schnitzlers "Anatol", von Rossini und Nicolais "Lustigen Weibern" zu Konradin Kreutzers "Nachtlager" und zu Verdis "Traviata", bei der Operette von Johann Strauß, der hier auch selbst dirigierte, und Offenbach über Lehár und Kalman zu Oscar Straus und Robert Stolz.Durch die Anwesenheit von den Mitgliedern des Hochadels, später des Kaisers und seines Hofstaates wurde das Theater sowohl für Publikum als auch für die Schauspieler, immer interessanter. Künstlerische Größen wie Max Devrient, Johann Nestroy, Alexander Girardi, Josefine Gallmeyer, Hansi Niese, Katharina Schratt, um nur ein paar wenige zu nennen, standen im Bad Ischler Lehartheater auf der Bühne. Mehrmals am Dirigentenpult tätig waren unter anderem Johann Strauß und Franz Lehár.

Während der Zeit der beiden Weltkriege verloren Theateraufführungen immer mehr die Beliebtheit und so kam es das 1921 der erste Film gespielt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg sorgte die "Bad Ischler Künstlergemeinschaft" für einen letzten Höhepunkt: Theo Lingen, Siegfried Breuer, Paul Kemp, Susi Nicoletti und Lotte Lang traten auf. Hilde Wagener und O. W. Fischer gastierten und es gab einen Liederabend mit Maria Cebotari! 1947 fand mit Edmund Eyslers "Goldene Meisterin" die vorläufig letzte Aufführung statt.

Der Großteil des Theaters ist heute noch im ursprünglichen Zustand erhalten. Der Zuschauerraum mit 2 (ursprünglich 3) Rängen findet heute Verwendung als Kino der Stadt bad Ischl sowie als Veranstaltungsort für Lesungen, Konzerte, Theater, Kabarett etc. Das Äußere des Hauses wurde durch den Abriss des Hoflogeneinganges in der Kaiser-Franz-Josef-Straße neben dem Hotel Post und den Anbau eines Sportgeschäftes teilweise verändert.