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Der Aufstieg zum Kur- und Badeort

1821 kam der Wiener Arzt Dr. Franz Wirer nach Ischl und informierte sich über die Kurerfolge des Salinenphysikus Dr. Josef Götz, der seit 1807 die Wirkung von Solebädern an erkrankten Salinenarbeitern erprobte. Im Jahr darauf reisten bereits die ersten etwa 40 (auswärtigen) Kurgäste an. 1823 kann als eigentliches Gründungsjahr für das erste Ischler Heilbad angesehen werden. Die vom Salinenkassier Michael Tänzl in seinem Haus an der Traun errichtete Sole-Badestube (Tänzelbad) musste bereits nach 2 Jahren erweitert werden. Viele der ersten Kurgäste waren hochgestellte Persönlichkeiten und so kam es dass man 1824 den damaligen Staatskanzler Fürst Metternich in Ischl begrüßen konnte.

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Ischl stieg schon bald zu einem Kurort von europäischer Bedeutung auf. Aufgrund der alljährlich wachsenden Anzahl der Kurgäste errichteten Franz und Magdalena Koch 1827 das erste Hotel des Salzkammergutes, den Posthof. Zu dieser Zeit wurde auch das Theater in Bad Ischl gebaut.

Und die kaiserliche Familie konnte einen sagenhaften Kurerfolg erzielen: die bislang kinderlose Erzherzogin Sophie und ihr Mann Franz Carl nahmen auf Anraten Dr. Wires die Mineralsolebäder in Ischl in Anspruch. Die Badekur war so erfolgreich, dass sich bald darauf der erstersehnte Nachwuchs einstellte: ein erster Sohn, der spätere Kaiser Franz Joseph.

Zwei Jahre später folgte Maximilian, der spätere Kaiser von Mexiko. 1833 wurde Karl Ludwig und 1842 als Nachzügler Ludwig Viktor geboren. Als „Salzprinzen“ gingen sie in die Geschichte ein, weil sie ihre Existenz der Ischler Salzwasserkur verdankten.

Ischl war auch Sommerdomizil vieler berühmter Künstler. Neben vielen anderen verbrachten Anton Bruckner, Johann Strauß, Johannes Brahms, Franz Lehár hier regelmäßig ihre Sommerfrische. Viele von ihnen suchten wohl auch, abseits der diversen Kuren, die Nähe des vor Ort weilenden Hofstaates.

Mindestens so wichtig wie die Gesundheitskuren waren für die Erholung Suchenden die Einzigartigkeit der Landschaft und die vielen Möglichkeiten zu Landpartien und Bergtouren. Das Ortsbild von Ischl änderte sich zu dieser Zeit enorm. Aus dem ärmlichen Dorf wurde ein in die Welt hinaus bekannter Bade- und Kurort mit städtischem Charakter. Bäder, noble Hotels und vornehme Sommervillen prägten nun das Zentrum.

1906 wurde Ischl in “Bad Ischl” umbenannt und im Jahr 1920 Bad Ischl von der Landesregierung die Bezeichnung Kurort zuerkannt.