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Bad Ischl und das weiße Gold

Über das ganze Salzkammergut lag der Segen des so begehrten Bodenschatzes Salz und gab dem Lande geschichtliche Bedeutung und wirtschaftliches Gepräge. Im Gegensatz zu Hallstatt und Bad Aussee, wurde in Bad Ischl das Salzvorkommen verhältnismäßig spät aufgeschlossen. Natürlich  hatte man das Gebiet rund um Ischl schon längst als salzhöffig erkannt, aber zu der Erschließung des Abbaus bedurfte es besonderer wirtschaftlicher Notwendigkeit.

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Im Juli 1563 setzte man den Grundstein für den Beginn des Salzbergbaues in Ischl. In der Ortschaft Perneck wurde der erste Stollen eröffnet. Die günstigere Lage für den Transport sowie die unberührten Waldvorkommen und das voraussichtliche Unvermögen des Hallstätter Salzberges zwangen den Ischler Salzberg aus der Taufe. 8 Jahre später,1571, wurde das erste Sudhaus in Bad Ischl für die Salzverarbeitung gegründet.

Für Generationen von Ischlern wurde somit das Salz zur wichtigsten wirtschaftlichen Grundlage, neben dem bisherigen Transport nun auch in direkter Produktion im Salzberg Perneck. 1595 gab der damalige Kaiser Rudolf II, den Auftrag zum Bau einer Soleleitung vom Hallstatt über Goisern nach Ischl. Vierzig Kilometer lang und perfekt an das Gelände angepasst war sie die erste Pipeline der Welt.

Im 17 und 18 Jahrhundert kam es zu einer Krisenhaften Entwicklung im Salzhandel im Salzkammergut.

Die Salinen Hallstatt, Ebensee und Ischl konnten ihre Produktion im 17. und 18. Jahrhundert zwar ausweiten, jedoch standen viele Salzbergbaustätten in starker Konkurrenz des Meersalzes und des türkischen "Steinsalzes". Durch diese krisenhafte Entwicklung und durch die immer stärker werdende Industrialisierung, die auch in den Salinen und Salzbergwerke immer mehr spürbar wurde, kam es zu einer massenhaften Entlassung der Mitarbeiter in den Sudhäusern und Bergwerken.

Anfang des 19 Jh. Begann man das Salz auch für gesundheitliche Zwecke zu verwenden. Somit kam es, das 1821 eine Ärztedelegation aus Wien, an der Spitz Dr. Wirer reist zu Dr. Götz nach Ischl, die Herren beschließen einen Kurort zugründen.

Als bedeutendes Heilmittel, neben Schwefel aus einer Quelle im Salzberg und Schlamm, setzte man vor allem auf das Bad Ischler Salz.

Eine weitere Methode zur Genesung der Atemwege war zum Beispiel die Salzinhalationen im 19. Jhd. Über dampfenden Salzpfannen wurde für die Kurgäste Galerien errichtet.